Im Osten Ramallahs, im besetzten Westjordanland, liegt die jahrhundertealte Ortschaft Taybeh. Taybeh gehört zu den überwiegend von Christen besiedelten Orten in der Region. Am Rande dieser Ortschaft haben radikale jüdische Siedler vor wenigen Wochen einen so genannten „Außenposten“ auf der Ruine eines palästinensischen Hauses errichtet, deren Bewohner vor einem Jahr vertrieben wurden.
Die reichte Agrargegend verfügt über Olivenbaumplantagen und Schafherden, wobei radikale Siedler in den letzten zwei Jahren palästinensischen Bauern und Bäuerinnen immer wieder den Zutritt zu ihrem Land verwehrt haben.
Pater Bashar Fawadleh, Pfarrer der Kirche Christi des Erlösers in Taybeh, sagte gegenüber ACI MENA: „Die Stadt, die im Johannesevangelium (11,54) als ‚Ephraim‘ bezeichnet wird – der Ort, an den sich Jesus vor seinem Leiden zurückzog –, ist heute für ihre Bewohner nicht mehr sicher… Wir leben nicht in Frieden, sondern in täglicher Angst und Belagerung. Seit letztem Oktober haben mehr als zehn Familien Taybeh aus Angst vor anhaltender Gewalt und Schikanen verlassen.“
Am vergangenen Mittwoch haben nun Siedler wieder massive Angriffe gegen die in Taybeh und Umgebung lebenden Menschen und ihr Eigentum ausgeführt.
Die verbliebenen palästinensischen Christinnen und Christen, ebenso wie ihre muslimischen Nachbarn, leben in Angst und Schrecken und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis weitere Familien aufgeben und das Land verlassen, womit das Christentum in seinem Entstehungsland langsam verschwindet.
Priest warns: Christian town of Taybeh in Holy Land no longer safe amid settler attacks | Catholic News Agency
West Bank: Three Palestinians killed during Israeli settler attack
Israeli settlers clash with Palestinians in attack on West Bank villages – The Washington Post
Footage shows “Israeli” settlers attacking Taybeh village in Ramallah – YouTube















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