1869 wurde im türkischen Mardin, dem damaligen Sitz sowohl der syrisch-katholischen Kirche als auch des syrisch-orthodoxen Patriarchen, der spätere Bischof Ignatius Maloyan als Choukrallah (Dank Gottes) geboren. Mit 14 Jahren ging er an das Priesterseminar im Libanon, wo er 1896 zum Priester geweiht wurde und fortan den Namen Ignatius trug.
Nach Wirken in Alexandria und Kairo, wurde Ignatius 1911 zum Erzbischof von Mardin gewählt.
Trotz guter Kontakte zu Vertretern des Osmanischen Staats geriet er in die Wirren des 1. Weltkriegs und ins Visier des Hauptkommissars der Polizei von Mardin, der ihn später vor die Wahl stellen sollte, zu konvertieren und sein Leben zu retten oder aber zu sterben.
Ignatius schwor der Religion und Christus nicht ab und wurde letztlich nach Folter und Gewalt 1915 vom Hauptkommissar getötet.
Bereits 2001 sprach Papst Johannes Paul II. Ignatius als Märtyrer selig. Nun wurde er am 19. Oktober von Papst Leo XIV. heilig gesprochen. Sein Leben soll als Vorbild für Standhaftigkeit im Glauben im Angesicht des „Großen Bösen“ (great evil), wie der Genozid an den armenischen, syrischen und griechischen Christen in der Türkei zwischen 1894 und 1923 genannt wird, und des Todes dienen.















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